Von Kaspressknödel und Heiratssachen

Auf der Suche nach einem Geheimrezept einer einheimischen Skihütte machte ich mich gemeinsam mit meiner Schwester machte ich mich auf den Weg nach Flachau! Der „Gipfelstadel“ (auch von Wagrain aus erreichbar) war unser Ziel! Es kam mir diesbezüglich nämlich zu Ohren, das eben dort die Kaspressknödel besonders lecker schmecken und es dazu ein spezielles Rezept gibt!

Oben angekommen hatten wir Glück, noch einen Platz zu ergattern. Trotz dem nahen Ende der Saison schienen die Leute noch top motiviert zum Skifahren oder besser gesagt zum Flanieren auf einer gemütlichen Skihütte! Es war auch wirklich einladend, muss ich gestehen, die Musik passte und es war auch ohne Jacke angenehm in der Sonne! Kurze Zeit später gesellte sich ein Pärchen aus unserem Nachbarland Deutschland zu uns! „Wir sin aus Berlin nich!“ :)

Anfangs war ich noch sehr damit beschäftigt, den in der Küche rotierenden Souschef dazu zu bringen, ihm das weitaus bekannte Kaspressknödel Rezept des Gipfelstadels herauszulocken. Ich bekam immer wieder mal ein höfliches vertröstendes Lächeln von Seiten der Küche, doch dass das Personal sichtlich viel zu tun hatte, kann ich nicht leugnen. Die Wartezeit vertrösteten wir uns mit einem leckeren Weizen und dann noch eins und…

Sei’s wie’s sei, wir kamen mit unseren Berliner Sitznachbarn ins Gespräch! Es stellte sich heraus, dass dieses Paar äußerst sympathisch war. Beide in ihren besten Jahren, geschätzt Mitte vierzig Anfang fünfzig, gutaussehend und wie gesagt wirklich nett! Nachdem wir ihnen die Berge ringsum genannt hatten, zumindest haben wir uns sehr bemüht, kamen wir auch schon zu etwas privateren Gesprächen. So durften wir erfahren, dass sich dieses Paar vor genau 10 Jahren in Flachau im „Jagdhof“ kennengelernt hat! Sie dürften sich auf Anhieb gut verstanden haben, da die Damen bereits nach drei Monaten des ersten Zusammentreffens von Stuttgart zu ihm nach Berlin zog! Weiters erzählten sie uns, dass sie eigentlich alle fünf Jahre hierherkommen, um dieses Kennenlernen zu feiern. „Und wenn wir mal nicht mehr hochkommen, dann bleibn wir ebn mitn Rollator unten im Tal!“ Menno, so romantisch!!! Als die beiden sich schließlich wieder auf die Piste begaben machten auch wir uns, völlig geblendet von dieser Liebesgeschichte, wieder auf den Weg zu unseren Skiern.  Total ins Gespräch vertieft hörten wir noch die Kellnerin hinter uns rufen: „He Mädels, ich hab da was für euch!“ Als wir uns zu ihr umdrehten kam sie uns entgegen und wedelte mit einem Zettel. Mit einem „Liebe Grüße aus der Küche“ und „Kommt’s gut runter!“ verabschiedete sie uns und drückte uns den Zettel in die Hand!

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