Pistenvergnügen mit Blick in die Zukunft

Auch diese Woche wurden wir wieder reich mit Neuschnee beschenkt. Da schlägt mein Herz schon mal schneller und ich freue mich bereits Tage zuvor aufs Wochenende, denn da darf ich endlich aufs Brett.

So heißt es am Samstag früh aufstehen, ein ausgiebiges und energiereiches Frühstück zu mir zu nehmen und mich dann dem winterlichen Wetter entsprechend herzurichten, denn wie heißt es bei uns im Pongau „kalt gibt’s nicht, es gibt nur falsch angezogen“ ;).

Ich verabschiede ich mich von Anna und mach mich auf nach Schladming-Dachstein, in den steirischen Teil von Ski amadé, auf die Planai-Hochwurzen.

Das Fräulein lasse ich schweren Herzens zu Hause, da es jederzeit soweit sein kann, dass unser kleiner „future-snowboarder“ zur Welt kommt. Schon jetzt kann ich es nicht lassen, hin und wieder im Netz oder im Store nach dem passenden Riding-Equipment für unseren kleinen MiniMike zu suchen, auch wenn das wohl noch ein paar Jährchen dauert, bis er es brauchen wird.

Heute kann ich schon mal ein bisschen für die Zukunft „üben“ und die Pisten für meine eigene kleine Familie unter Realbedingungen testen. In Schladming-Rohrmoos treffe ich mich mit einer befreundeten Familie aus Graz, deren Mitglieder (Mama, Papa und die drei Kids – 9, 11, 15) alle, ebenso wie ich, begeisterte Snowboarder sind.  

Wir wählen die Hochwurzen als Spot und verbleiben bis zum Nachmittag auf dessen gut präparierten Pisten. Im Gegensatz zur Planai, wo man auf den Spuren der Weltmeister mit der Abfahrt des jährlichen Weltcup-Nightrace den sportlichen Teil des Skigebiets findet, habe ich Hochwurzen schon früher als kleines aber feines Familienskigebiet kennengelernt. Ich kann es als Geheimtipp für leicht fortgeschrittene Skifahrer und Snowboarder nur wärmstens empfehlen. Es bietet umfassende Möglichkeiten, die vorhandene Skills auszubauen, egal ob man sich im Gelände etwas austoben oder gepflegt an seiner Technik feilen möchte. Wenig Trubel und breite Pisten ermöglichen feinsten Fahrspaß und viel Platz, um den Kids die ersten kleine Flat-Tricks am Board zu lernen. Die ersten Switch-Turns, Rolls und Spins konnten wir schon sticken. Wenn das so weitergeht, können wir Erwachsenen uns bald „warm anziehen“.
Warm anziehen mussten wir uns zwar auch, in der modernen Gondel und unterm Bubble des Sesselliftes sind wir jedoch vor den winterlichen Verhältnissen geschützt und so können uns auch einige Grad unter Null und der Schneefall den Spaß nicht verderben. Ein Powder Dab am Gipfel beweist dies:

Hin und wieder kontaktieren wir Anna zu Hause via „facetime“, was aufgrund der kostenlosen W-lan Nutzung in ganz Ski amadé super funktioniert. So hat sie auch aus der Entfernung das Vergnügen, während der Gondelfahrten mit dabei zu sein.

Am Nachmittag komme ich müde aber richtig happy nach Hause. Es duftet nach frischem Brot, das Anna extra für mich gebacken hat. Sie weiß, dass es für mich nach einem Tag auf der Piste nichts Schöneres gibt. Ich gönne mir erstmal eine warme Dusche und danach eine kleine Pause während ich die Milchbrötchen mit Butter und einen Espresso genieße, bevor es kurze Zeit später für die Abendgestaltung schon wieder Richtung Schladming geht. In rund 45 Minuten sind wir dort.

Zum Abendessen mit unseren Grazer Freunden haben wir uns den „kleinen Italiener unseres Vertrauens“ ausgesucht. Letztes Jahr entdeckt, kommen wir immer wieder gerne zurück ins JULIUS, welches uns als Fans der gehobenen mediterranen Küche eine exzellente Auswahl an frischen Speisen bietet und das sogar im Winter, in Mitten der tiefverschneiten Alpen.

Noch zwei Tipps von Anna für Nicht-Skifahrer zum Abschluss:

Am Hochwurzen findet man die längste Rodelbahn der Alpen, welche man sowohl bei Tag als auch bei Nacht (wofür eine eigene Abendkarte benötigt wird) mit der ganzen Familie befahren kann. Die Rodeln kann man praktischer Weise an der Talstation ausleihen. Auf der Strecke liegen einige gemütliche Hütte, die zum Einkehren einladen.

Was wir im neuen Jahr noch ausprobieren werden, ist eine der vielen sehr detailliert beschriebenen Winterwanderungen in Schladming-Dachstein, welche durch Schneeschuhwanderungen, Skitourenempfehlungen und Langlaufstrecken ergänzt werden. Gerade wenn unser MiniMike da ist, möchte ich nicht ständig zu Hause bleiben. Bei dem großen Angebot an „Winterspaß abseits der Piste“ werden wir sicher fündig und so kann auch ich die Saison in den heimischen Bergen verbringen.

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