Lilly Ehrlich

Die 5 wichtigsten Kriterien, um das perfekte Snowboard auszusuchen

Egal ob Anfänger oder fortgeschritten, ein passendes Snowboard zu finden kann sehr verwirrend sein. Deshalb habe ich das Wesentliche in 5 Schritten für dich zusammengefasst!

1. Länge

Die Länge eines Snowboards wird durch die Körpergröße des Snowboarders bestimmt. Normalerweise sollte es ungefähr bis zu deinem Kinn reichen. Dieser Wert ist das Maß, von dem du ausgehst, wenn du etwas Spezielles vorhast. Ein Anfänger wird sich mit einem etwas kürzeren Board leichter tun. Das kann auch im Park bei den Tricks und Rotationen sehr nützlich sein. Abseits der Piste kann das Board auch bis zur Stirn reichen. 

2. Breite

Lange Füße werden es auf einem schmalen Snowboard schwer haben. Es ist wichtig, dass dein Board breit genug für deine Füße ist, sonst stolperst du sogar beim Fahren über sie! Davon abgesehen kann ein breiteres Snowboard Stabilität verschaffen, vor allem bei den großen Kickern im Park. Aber Vorsicht! Zu breit, und du fühlst das Board nicht mehr!

3. Shape

Shape deutet auf die Form der zwei Spitzen des Snowboards, Nose und Tail. Da gibt es Twin Tip, wo beide enden gleich sind, um in beide Richtungen gleich gut fahren zu können. Dann gibt es Directional, wo nur die Nose rund und lang ist und der Tail schmal und rechteckig, perfekt für tiefen Schnee. Directionally Tapered ist dem sehr ähnlich, nur verjüngt sich das Board in Richtung des Tails, und ist dadurch perfekt zum Carven. 
 

4. Die Snowboard-Vorspannung


Nichts ist verwirrender als die Vorspannung. Einfach gesagt, drückt die Vorspannung aus wie das Board gebogen ist und wie sich das Snowboard bei bestimmten Bedingungen verhalten wird. Die drei großen Kategorien sind Camber, Rocker und Flat. Daraus kann man bunte Mischungen herstellen, die Hybride.

Camber ist die „klassische“ positive Vorspannung (wie ein sehr flaches, langgezogenes W), die nicht nur auf der Piste reibungslose Leistung beim Carven verspricht, sondern auch im Snowpark für Pep sorgt. Rocker hingegen ist das komplette Gegenteil zu Camber und biegt sich wie eine Banane. Das führt nicht nur zu einem besseren Auftrieb im Powder, Drehfreudigkeit und Verspieltheit. Rocker ist perfekt auch für Anfänger, da es mehr Fehler als sein Gegenstück verzeiht. Flat hat keine Vorspannung. Damit kombiniert es Rocker und Camber: Es hat einen besseren Kantengriff als Rocker, ist aber geschickter als ein Camber. 

Hybride kann man unendlich kombinieren, um das beste Board für einen spezifischen Stil zu fertigen. Da gibt es Hybrid Camber, Hybrid Rocker, Triple Base Technology und viele mehr. Zum Beispiel hat ein Camber mit Rocker vor Nose und Tail den Kantengriff und Pep von Camber und die Verspieltheit eines Rockers.

5. Flex


Der Flex ist vielleicht die wichtigste Kategorie eines Snowboards. Die Biegsamkeit wird meistens von 1 bis 10 angezeigt, wobei 1 der weichste und 10 der härteste Flex ist. Je steifer das Board desto schwieriger lässt es sich biegen – klar.

Aber was bedeutet das beim Snowboarden? Weiche Snowboards sind bei Anfängern sehr beliebt, da sie fehlerverzeihend sind und sich leicht in einen Schwung einleiten lassen.

Snowboards mit mittlerem Flex sind, wie geahnt, eine Mischung aus weichem und hartem Flex, und haben daher etwas von beiden Seiten. Während sie fehlerverzeihend wie ein weicher Flex sind, haben sie auch die Geschwindigkeit und Aggressivität von einem harten Flex.

Steife Snowboards hingegen sind perfekt zum Carven mit ultimativer Geschwindigkeit. Sie reagieren schnell und brauchen eine kraftvolle und kontrollierte Lenkung, sonst verlierst du leicht die Kontrolle oder du verkantest dich.

Lilly Ehrlich

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