© Paulwip - Pixelio
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Jounes Weidacher

Erste Hilfe und Sicherheitsmaßnahmen am Berg

Jeder der, sei es im Laufe des Führerscheins, durch die Arbeitsstelle oder aus persönlichem Interesse, einen Erste Hilfe Kurs absolviert hat, weiß im Grunde Bescheid. Im Grunde deswegen, da es den meisten Menschen in einer Hilfesituation wahrscheinlich ähnlich ergeht. Aufregung, Verwirrung, Angst oder andere dem Denken undienliche Befindlichkeiten können die im Kopf bereits abgespeicherten Maßnahmen in den Hintergrund drängen. Hier gilt es sich zu sammeln, durchzuatmen und die Situation ruhig zu bewerten.

Wo? Was? Wann? Welche Verletzungen? Wie viele Verletzte?

Bei einem Skiunfall auf der Piste wird man den Verletzten wohl zuerst ansprechen um herauszufinden ob dieser bei Bewusstsein ist oder nicht, bzw. in weiterer Folge entweder selbst oder durch das Ansprechen eines passierenden Bergsportlers den Platz des Geschehens bestmöglich absichern.

Danach kann man sich in Ruhe dem Verunfallten widmen, feststellen welche Verletzungen es womöglich gibt und dadurch entscheiden ob ein Transport Richtung Tal oder Gondelstation selbstständig, mit Hilfe oder gar nicht möglich ist oder aber bereits damit beginnen Erste Hilfe Maßnahmen zu setzen und gleichzeitig jemanden zu beauftragen den Bergrettungsdienst, in Österreich unter der Nummer 140 oder aber auch über den Euronotruf 112, zu verständigen. Bei der Alarmierung an die allseits bekannten 5 W’s denken!

Wo? Was? Wann? Welche Verletzungen? Wie viele Verletzte?

Im Grunde ist in dieser Situation schon alles wichtige Geschehen. Bis zur Ankunft der Rettungskräfte sollte die Person selbstverständlich noch nicht alleine gelassen werden.

Damit sich viele Verletzungen vermeiden lassen, stehen beim Skifahren diverse Schutzausrüstungsgegenstände im Fachhandel zum Kauf bereit. Die drei wichtigsten wären wohl der Helm, die Skibrille und der Rückenprotektor.

Die Anzahl an Helmfahrern nimmt auf den Pisten immer mehr zu und das ist auch gut so. Selbst bei einem harmlos wirkenden Sturz kann es im Kopfbereich schnell zu gravierenden und ernsten Verletzungen kommen.

Auch die Skibrille ist eine nicht zu verachtende Schutzmaßnahme. Sie schützt die Augen ja nicht nur vor der UV Strahlung sondern auch vor der Witterung und im schlimmsten Fall vor vorbeifliegenden Gegenständen wie zum Beispiel Skistöcken.

Und last but not least, der Rückenprotector. Sein Vormarsch auf den heimischen Skipisten ist zum Glück kaum noch aufzuhalten, denn auch die Wirbelsäule ist ein schützenswerter Bereich wenn man sich die Verletzungen der häufigsten Skiunfälle ansieht. Die Stürze und Verletzungen bei hohen Geschwindigkeiten, durch den zunehmenden Tempotrend und das immer schnellere und professionellere Material im Hobbyskifahrerbereich, vor allem im Hinblick auf Kollisionen häufen sich.

Doch der wichtigste Sicherheitstip ist und bleibt unbezahlbar, nämlich sich auf den Pisten mit allen Sinnen zu bewegen und vorausschauend zu fahren.

Jounes Weidacher

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