High (Mountain) Fashion

© (c) RAF SIMMONS HW 2016 – Photocredit @Yannis Vlamos / Indigitalimages.com

Üblicherweise orientiert sich die Alltagsmode daran, was auf den Fashionshows in den Metropolen dieser Welt so präsentiert wird. In ländlichen Regionen treffen diese Trends dann (meist später als früher) ein und werden dann von der Jugend neu interpretiert und kombiniert – der ursprüngliche Stil bleibt so zwar manchmal auf der Strecke, aber diese hochgejubelten Fashion Trends sind oft eh nicht alltagstauglich.

Nun waren ja vor kurzem wieder Fashionshows in Paris, New York, London und Mailand… und dabei ist das Unglaubliche passiert: Der Kreislauf hat sich umgedreht! Zum ersten Mal inspiriert nicht der Laufsteg den Gehsteig sondern umgekehrt – es wurden tatsächlich Looks präsentiert, die man vor Jahren bereits in den heimischen Skigebieten sehen konnte!

Un-freaking-believable!!

Damals (und auch heute noch) wurden die Outfits getragen von den jungen Wilden, die sich vorrangig in den Freestyle Parks der Gegend herumtrieben. Dem Otto Normalskifahrer stellte sich bei den hippen Freeskiern und Snowboardern wie auch bei ihren berühmten High-Fashion-Nachahmern unweigerlich die Frage nach der Praktikabilität und dem Tragekomfort ihres Outfits – vor allem bei sportlicher Betätigung, für die die nach außen hin vor Lässigkeit (man könnte auch sagen: Schludrigkeit) strotzenden, aber in dem Fall nach genauen Kriterien ausgewählten Kleidungsstücke ja dienen sollten.

Aber nur ein Spießer würde diese Frage tatsächlich zu formulieren wagen – schließlich hat so besondere Kleidung sowohl in Millionenstädten als auch in Skigebieten nur einen Zweck: sich vom “Normalo” klar abzugrenzen und als Teil einer in dem Fall coolen laid-back Crowd verstanden zu werden.

Die andere Frage, die sich nun aber aufdrängt ist: Wenn sich große Designer beim Skiurlaub von der coolen Minderheit inspirieren ließen, deren Stil nun auf den Laufsteg bringen und in absehbarer Zeit auch von den uncoolen Normalos schlecht kopiert werden – was wird dann aus dem individuellen Stil der Freeskier und Snowboarder? Müssen sie am Ende den Spießer-Look neu beleben?

PS: Natürlich bleibt es denjenigen vorbehalten, solche Kommentare zu schreiben, die selbst bereits in so manches Stil-Fettnäpfchen getreten sind. 

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